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Verschärfte PFAS-Grenzwerte im Trinkwasser, sowie verbesserte analytische Verfahren führen zu einer steigenden Zahl von Nachweisen in Roh- und Trinkwasser.
Damit rückt eine Stoffgruppe in den Fokus, die zentrale Fragen für Wasserversorger aufwirft. PFAS verdeutlichen exemplarisch, wie sich wissenschaftliche Erkenntnisse, analytische Möglichkeiten und regulatorische Anforderungen parallel entwickeln – mit unmittelbaren Auswirkungen auf Betrieb, Investitionen und Verantwortung.
Die Veranstaltung schafft Orientierung entlang dreier zentraler Leitfragen:
Ziel ist eine fundierte, anwendungsbezogene Einordnung zur sachgerechten Entscheidungsfindung.
Mit einem Klick auf den Tag wird Ihnen das detaillierte Programm angezeigt.
Das Programm als PDF zum Ausdrucken und Speichern finden Sie unten auf der Webseite unter "Programm drucken".
09:00 – 09:15
Begrüßung und Einführung
Johanna Tissot
Moderatorin
9:15 – 10:00 Uhr
Vom Hotspot zur Fläche: Der Wandel der PFAS-Eintragspfade in die Umwelt
Die Aufmerksamkeit richtete sich lange vor allem auf lokale PFAS-Hotspots wie Flughäfen oder Industriestandorte. Aktuelle Untersuchungen zeigen jedoch, dass atmosphärischer Ferntransport und Niederschläge zunehmend zu großräumigen PFAS-Einträgen beitragen können. Der Vortrag beleuchtet die Bedeutung dieser diffusen Belastungen für Grundwasser, Rohwasserressourcen und die langfristige Sicherung der Trinkwasserversorgung.
Dr. Daniel Zahn
Stellvertretender Departmentleiter Environmental Analytical Chemistry, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
10:00 – 10:45 Uhr
Das verdeckte PFAS-Potenzial – Jenseits der PFAS-20: Wie viel Belastung erfassen wir tatsächlich?
Die klassische Zielanalytik erfasst ausschließlich bekannte PFAS-Verbindungen. Vorläufersubstanzen und weitere fluororganische Verbindungen können dabei unentdeckt bleiben. Der Vortrag zeigt die Möglichkeiten und Grenzen von TOP-Assay, EOF-, AOF-Analytik und Non-Target-Screening auf und diskutiert, wie sich verborgenes PFAS-Potenzial in Wasserproben besser bewerten lässt.
Hanna Ulrich
Referat 54 – Monitoring, Wasserhaushalt, Warndienste, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
10:45 – 11:15 Uhr
Kaffeepause
11:15 – 11:45 Uhr
TFA im Fokus - Ewig im Glas, zwischen Schutz und Grenzwert
Mit Inkrafttreten des PFAS-4-Grenzwerts im Jahr 2028 steigen die Anforderungen an Monitoring und Aufbereitung weiter an. Parallel rückt Trifluoressigsäure (TFA) aufgrund neuer toxikologischer Bewertungen stärker in den Fokus. Der Vortrag erläutert den aktuellen Stand aus Sicht von Behörden, Wissenschaft und Regulierung.
Jochen Kuckelkorn
Fachgebietsleiter "Toxikologie des Trink- und Badebeckenwassers", Umweltbundesamt
11:45 – 12:30 Uhr
Grenzen der Aktivkohle: Herausforderungen bei kurzkettigen PFAS und TFA
Aktivkohle zählt zu den wichtigsten Technologien der PFAS-Entfernung. Ihre Leistungsfähigkeit hängt jedoch stark von der jeweiligen Substanz ab. Während langkettige PFAS häufig zuverlässig zurückgehalten werden, zeigen kurzkettige PFAS und insbesondere TFA deutlich geringere Adsorptionsraten. Der Vortrag diskutiert Durchbruchseffekte, Betriebskosten und alternative Aufbereitungsstrategien.
Peter Riedinger
Technischer Leiter Versorgung / Entsorgung, Stadtwerke Baden-Baden
12:30 – 13:30 Uhr
Mittagspause
13:30 – 14:15 Uhr
Von der Abtrennung zur Zerstörung: Neue Ansätze im PFAS-Management
Die Entfernung von PFAS aus Wasser löst die Entsorgungsfrage nicht automatisch. Daher rücken Verfahren zur Behandlung von Konzentraten und belasteten Filtermedien zunehmend in den Fokus. Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Entwicklungen bei Ionenaustauschern sowie thermischen, elektrochemischen und oxidativen Zerstörungsverfahren.
Dr. Sebastian Reinecke
Leiter Wasser- und Umwelttechnologien, Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
14:15 – 15:00 Uhr
Resiliente Rohwasserstrategien im Betrieb unter verschärften PFAS-Anforderungen
Nicht jede Belastungssituation lässt sich kurzfristig durch neue Aufbereitungsanlagen lösen. Der Vortrag zeigt anhand praktischer Beispiele, wie Brunnenmanagement, Quellsteuerung und Mischungskonzepte eingesetzt werden können, um Versorgungssicherheit und Trinkwasserqualität im Rahmen regulatorischer Anforderungen sicherzustellen.
Martina Steinbach
Abteilungsleitung Wassergüte, Hessenwasser
15:00 – 15:15 Uhr
Kaffeepause
15:15 – 16:00 Uhr
Risikokommunikation in der Praxis: Vertrauenserhalt bei steigenden Messwerten und nicht-entfernbaren Stoffen
Fortschritte in der Analytik führen zunehmend zum Nachweis von Stoffen im Nanogramm-Bereich. Gleichzeitig sind einige Verbindungen wie TFA mit den heute verfügbaren Verfahren nur eingeschränkt entfernbar. Der Vortrag zeigt Strategien, wie Messbefunde transparent kommuniziert, gesundheitliche Risiken sachgerecht eingeordnet und Vertrauen in die öffentliche Wasserversorgung langfristig gestärkt werden können.
Olaf Kaspryk
Geschäftsführer, Stadtwerke Rastatt
16:00 – 16:30 Uhr
Abschlussdiskussion
16:30 Uhr
Ende der Veranstaltung
Stand: 15.10.2026
Preise
| Sonderpreis für DVGW-Mitgliedsunternehmen | 975,- €* |
| Regulärer Preis | 1.330,- €* |
| Behörden | 350,- €* |
* zzgl. USt.
Gerne prüfen wir Ihre Anfrage zum Behördenpreis. Folgende Voraussetzungen zum Behördenpreis müssen erfüllt sein: Eine Behörde ist eine Einrichtung des Staates oder der öffentlichen Verwaltung, die Aufgaben im öffentlichen Interesse wahrnimmt.
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