Der DVGW

Das Kompetenznetzwerk im Gas- und Wasserfach

Der DVGW fördert das Gas- und Wasserfach in allen technisch-wissenschaftlichen Belangen. In seiner Arbeit konzentriert sich der Verein insbesondere auf die Themen Sicherheit, Hygiene, Umwelt- und Verbraucherschutz. Mit der Entwicklung seiner technischen Regeln ermöglicht der DVGW die technische Selbstverwaltung der Gas- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Hierdurch gewährleistet er eine sichere Gas- und Wasserversorgung nach international höchsten Standards. Der im Jahr 1859 gegründete Verein hat rund 14.000 Mitglieder. Hierbei agiert der DVGW wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral

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Spurenstoffe im Trinkwasser

Trends, Analytik & Regulierung und welche Rolle spielen PFAS?

Spurenstoffe; © AdobeStock_948229930

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Termin

23. Juni 2026, online

Spurenstoffe im Trinkwasser bleiben eine der zentralen Herausforderungen für Wasserversorger, Behörden und Forschungseinrichtungen. Neben bekannten Mikroschadstoffen wie Arzneimittelrückständen und Pestiziden rücken zunehmend neue Stoffgruppen wie PFAS, industrielle Chemikalien sowie Transformationsprodukte in den Fokus. Über landwirtschaftliche Einträge, industrielle Prozesse und urbane Abwässer gelangen diese Substanzen in die Umwelt und können schließlich auch im Trinkwasser nachgewiesen werden.

Mit der Weiterentwicklung der analytischen Methoden, von hochauflösender Massenspektrometrie über Non‑Target‑Screening bis hin zu digitalen Mess- und Überwachungssystemen, eröffnen sich neue Möglichkeiten, selbst geringste Konzentrationen zu erfassen. Ergänzend dazu gewinnt die wirkungsbezogene Analytik (WBA) an Bedeutung, da sie chemische Befunde um biologische Bewertungsansätze erweitert und neue Erkenntnisse zur potenziellen Gesundheitsrelevanz liefert.

Gleichzeitig steigen die regulatorischen Anforderungen: Die europäische Trinkwasserrichtlinie, verschärfte PFAS‑Grenzwerte und der risikobasierte Ansatz stellen Wasserversorger und Gesundheitsbehörden vor komplexe Aufgaben. Ein effektives Risikomanagement, eine fundierte Bewertung und der gezielte Einsatz moderner Technologien sind wichtiger denn je.

Unsere Veranstaltung 2026 bringt ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Behörden zusammen. Sie erhalten einen kompakten Überblick über den aktuellen Kenntnisstand zu Spurenstoffen und PFAS, neue regulatorische Entwicklungen, modernste Analyseverfahren sowie bewährte und innovative Lösungsansätze für die Trinkwasserversorgung. Der Fokus liegt auf praxisnahen Erfahrungen, wissenschaftlicher Einordnung und zukunftsorientierten Strategien für einen sicheren Umgang mit Spurenstoffen in der Wasserwirtschaft.

Themen
  • Verständnis der Problematik von Spurenstoffen in der Wasserversorgung
  • Analytische Techniken zur Detektion von Spurenstoffen
  • Vorstellung aktueller Technologien und Strategien zur Reduktion von Spurenstoffen 
Zielgruppe
  • Fachleute aus der Wasserwirtschaft
  • Umweltwissenschaftler
  • Ingenieure
  • politische Entscheidungsträger
  • interessierte Öffentlichkeit
Programm

Mit einem Klick auf den Tag wird Ihnen das detaillierte Programm angezeigt.
Das Programm als PDF zum Ausdrucken und Speichern finden Sie unten auf der Webseite unter "Programm drucken".

09:00 – 09:15 Uhr

Begrüßung und Anmoderation

Prof. Dr. Jörg E. Drewes
Lehrstuhlinhaber und Co-Vorsitzender Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU),
TU München

Block I: Grundlagen, Prioritäten & moderne Analytik

09:15 – 09:45 Uhr

Herausforderungen im Jahr 2026: Mikroplastik

Dr. Nicole Zumbülte
Sachgebietsleitung Wasserchemische Forschung, 
TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser

09:45 – 10:15 Uhr

Herausforderungen der Spurenstoff-Analytik

  • Welche Herausforderungen werden an die moderne Spurenstoff-Analytik gestellt?
  • Woraus ergeben sich diese?
  • Welche Strategien gibt es, um diesen Herausforderungen zu begegnen?

Dr. Andre Liesener
Abteilungsleitung Chemische Analytik,
Westfälische Wasser- und Umweltanalytik GmbH

10:15 – 10:45 Uhr

Quo Vadis Laboranalytik – Wohin muss sich die Labortechnik entwickeln?

  • Wie sieht die Trinkwasserüberwachung der Zukunft aus?
  • Welche Analysentechniken kommen zum Einsatz?
  • Wo liegen Chancen und Risiken für die Wasserversorger?

Dr. Frank Sacher
Leiter Abteilung Wasserchemie,
Technologiezentrum Wasser

10:45 – 11:00 Uhr

Kaffeepause

Block II: Bewertung, Regulatorik & WBA

11:00 – 11:30 Uhr

Aktivitäten des Spurenstoffzentrums des Bundes

  • Spurenstoffe in Gewässern
  • Toxikologische und ökotoxikologische Relevanz

Prof. Dr. Adolf Eisenträger
Leitung des Spurenstoffzentrums des Bundes,
Umweltbundesamt

11:30 – 12:15 Uhr

Pestizide und Metabolite Regulatorische Aspekte und Herausforderungen

Dr. Ulrich Borchers
Leitung Geschäftsbereich Wasserqualität,
IWW Institut für Wasserforschung gemeinnützige GmbH

und

Alexander Eckhardt
wissenschaftlicher Mitarbeiter,
Umweltbundesamt

12:15 – 12:45 Uhr

Wirkungsbezogene Analytik zur Priorisierung relevanter Spurenstoffe in Wasserproben

  • Anwendung verschiedener Bioassays zur Detektion wirkender Spurenstoffe
  • Identifizierung von möglichen Toxizitätstreibern in Wasserproben

Dr. Lena Betz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, F&E Biochemische Sonderanalytik,
Zweckverband Landeswasserversorgung

12:45 – 13:45 Uhr

Mittagspause

Block III: PFAS als Herausforderung für die Praxis

13:45 – 14:15 Uhr

PFAS: Stand & Ausblick der rechtlichen Vorgaben

Dr. Ulrich Borchers
Leitung Geschäftsbereich Wasserqualität,
IWW Institut für Wasserforschung gemeinnützige GmbH

14:15 – 14:45 Uhr

PFAS im Trinkwasser: Belastung, Grenzwerte & reale Beispiele 

Referent:in in Absprache

14:45 – 15:15 Uhr

Umgang mit PFAS-belasteten Rohwässern-am Beispiel der SW Rastatt 

Dr. Olaf Kaspyrk,
Geschäftsführer,
Stadtwerke Rastatt

15:15 – 15:30 Uhr

Kaffeepause

15:30 – 16:15 Uhr

Blick in die Zukunft: PFAS-Entfernung aus Membrankonzentraten 

  • Status, Herausforderungen & Perspektiven
  • DVGW Projekte zu PFAS
  • PerlfuorAd & Dissolved Air Flotation, Vergleich und Perspektive

Dr. Marcel Riegel
Technologieexperte,
DVGW - Technologiezentrum Wasser

und

Dominic Röher
wissenschaftlicher Mitarbeiter,
IWW Institut für Wasserforschung gemeinnützige GmbH

16:15 – 16:45 Uhr

AquaSan: Innovative Strategien zur zukünftigen Reduktion von Spurenstoffen & PFAS 

Referent:in in Absprache

16:45 Uhr

Verabschiedung/Ende der Veranstaltung

Prof. Dr. Jörg E. Drewes
Lehrstuhlinhaber und Co-Vorsitzender Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU),
TU München

Stand: 13.04.26

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Zur Anmeldung

Preise

DVGW-Mitgliedsunternehmen975,- €*
Regulär1.330,- €*
Behörden350,- €*

*zzgl. USt.

Gerne prüfen wir Ihre Anfrage zum Behördenpreis. Folgende Voraussetzungen zum Behördenpreis müssen erfüllt sein: Eine Behörde ist eine Einrichtung des Staates oder der öffentlichen Verwaltung, die Aufgaben im öffentlichen Interesse wahrnimmt.

Bitte beachten Sie:
Wenn die Hauptaufgabe der Firma/Gesellschaft einen wirtschaftlichen Erfolg verfolgt und Dienstleistungen auf dem Markt anbietet, ist dies keine Behörde und erfüllt somit nicht die Voraussetzungen zum Behördenpreis.

Ihre Vorteile einer Online-Teilnahme
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  • Direkter Austausch – Ihre Fragen werden live beantwortet
  • Zuverlässiger Live‑Support während des gesamten Events
  • Alle Vortragsunterlagen on‑Demand im Anschluss verfügbar
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  • Laptop, Desktop-PC, Tablet etc. mit Lautsprechern/Kopfhörern
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  • Keine Installation auf Ihrem Rechner erforderlich
Ihre Ansprechpartnerin Organisation
Sarah Wolanski
Projektmanagerin Organisation
Telefon+49 (0) 228 9188-347

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