Der DVGW fördert das Gas- und Wasserfach in allen technisch-wissenschaftlichen Belangen. In seiner Arbeit konzentriert sich der Verein insbesondere auf die Themen Sicherheit, Hygiene, Umwelt- und Verbraucherschutz. Mit der Entwicklung seiner technischen Regeln ermöglicht der DVGW die technische Selbstverwaltung der Gas- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Hierdurch gewährleistet er eine sichere Gas- und Wasserversorgung nach international höchsten Standards. Der im Jahr 1859 gegründete Verein hat rund 14.000 Mitglieder. Hierbei agiert der DVGW wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral
www.dvgw.de

Trends, Analytik & Regulierung und welche Rolle spielen PFAS?
Schnellzugriff
Spurenstoffe im Trinkwasser bleiben eine der zentralen Herausforderungen für Wasserversorger, Behörden und Forschungseinrichtungen. Neben bekannten Mikroschadstoffen wie Arzneimittelrückständen und Pestiziden rücken zunehmend neue Stoffgruppen wie PFAS, industrielle Chemikalien sowie Transformationsprodukte in den Fokus. Über landwirtschaftliche Einträge, industrielle Prozesse und urbane Abwässer gelangen diese Substanzen in die Umwelt und können schließlich auch im Trinkwasser nachgewiesen werden.
Mit der Weiterentwicklung der analytischen Methoden, von hochauflösender Massenspektrometrie über Non‑Target‑Screening bis hin zu digitalen Mess- und Überwachungssystemen, eröffnen sich neue Möglichkeiten, selbst geringste Konzentrationen zu erfassen. Ergänzend dazu gewinnt die wirkungsbezogene Analytik (WBA) an Bedeutung, da sie chemische Befunde um biologische Bewertungsansätze erweitert und neue Erkenntnisse zur potenziellen Gesundheitsrelevanz liefert.
Gleichzeitig steigen die regulatorischen Anforderungen: Die europäische Trinkwasserrichtlinie, verschärfte PFAS‑Grenzwerte und der risikobasierte Ansatz stellen Wasserversorger und Gesundheitsbehörden vor komplexe Aufgaben. Ein effektives Risikomanagement, eine fundierte Bewertung und der gezielte Einsatz moderner Technologien sind wichtiger denn je.
Unsere Veranstaltung 2026 bringt ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Behörden zusammen. Sie erhalten einen kompakten Überblick über den aktuellen Kenntnisstand zu Spurenstoffen und PFAS, neue regulatorische Entwicklungen, modernste Analyseverfahren sowie bewährte und innovative Lösungsansätze für die Trinkwasserversorgung. Der Fokus liegt auf praxisnahen Erfahrungen, wissenschaftlicher Einordnung und zukunftsorientierten Strategien für einen sicheren Umgang mit Spurenstoffen in der Wasserwirtschaft.
Mit einem Klick auf den Tag wird Ihnen das detaillierte Programm angezeigt.
Das Programm als PDF zum Ausdrucken und Speichern finden Sie unten auf der Webseite unter "Programm drucken".
09:00 – 09:15 Uhr
Begrüßung und Anmoderation
Prof. Dr. Jörg E. Drewes
Lehrstuhlinhaber und Co-Vorsitzender Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU),
TU München
09:15 – 09:45 Uhr
Herausforderungen im Jahr 2026: Mikroplastik
Dr. Nicole Zumbülte
Sachgebietsleitung Wasserchemische Forschung,
TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser
09:45 – 10:15 Uhr
Herausforderungen der Spurenstoff-Analytik
Dr. Andre Liesener
Abteilungsleitung Chemische Analytik,
Westfälische Wasser- und Umweltanalytik GmbH
10:15 – 10:45 Uhr
Quo Vadis Laboranalytik – Wohin muss sich die Labortechnik entwickeln?
Dr. Frank Sacher
Leiter Abteilung Wasserchemie,
Technologiezentrum Wasser
10:45 – 11:00 Uhr
Kaffeepause
11:00 – 11:30 Uhr
Aktivitäten des Spurenstoffzentrums des Bundes
Prof. Dr. Adolf Eisenträger
Leitung des Spurenstoffzentrums des Bundes,
Umweltbundesamt
11:30 – 12:15 Uhr
Pestizide und Metabolite Regulatorische Aspekte und Herausforderungen
Dr. Ulrich Borchers
Leitung Geschäftsbereich Wasserqualität,
IWW Institut für Wasserforschung gemeinnützige GmbH
und
Alexander Eckhardt
wissenschaftlicher Mitarbeiter,
Umweltbundesamt
12:15 – 12:45 Uhr
Wirkungsbezogene Analytik zur Priorisierung relevanter Spurenstoffe in Wasserproben
Dr. Lena Betz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, F&E Biochemische Sonderanalytik,
Zweckverband Landeswasserversorgung
12:45 – 13:45 Uhr
Mittagspause
13:45 – 14:15 Uhr
PFAS: Stand & Ausblick der rechtlichen Vorgaben
Dr. Ulrich Borchers
Leitung Geschäftsbereich Wasserqualität,
IWW Institut für Wasserforschung gemeinnützige GmbH
14:15 – 14:45 Uhr
PFAS im Trinkwasser: Belastung, Grenzwerte & reale Beispiele
Referent:in in Absprache
14:45 – 15:15 Uhr
Umgang mit PFAS-belasteten Rohwässern-am Beispiel der SW Rastatt
Dr. Olaf Kaspyrk,
Geschäftsführer,
Stadtwerke Rastatt
15:15 – 15:30 Uhr
Kaffeepause
15:30 – 16:15 Uhr
Blick in die Zukunft: PFAS-Entfernung aus Membrankonzentraten
Dr. Marcel Riegel
Technologieexperte,
DVGW - Technologiezentrum Wasser
und
Dominic Röher
wissenschaftlicher Mitarbeiter,
IWW Institut für Wasserforschung gemeinnützige GmbH
16:15 – 16:45 Uhr
AquaSan: Innovative Strategien zur zukünftigen Reduktion von Spurenstoffen & PFAS
Referent:in in Absprache
16:45 Uhr
Verabschiedung/Ende der Veranstaltung
Prof. Dr. Jörg E. Drewes
Lehrstuhlinhaber und Co-Vorsitzender Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU),
TU München
Stand: 13.04.26
Preise
| DVGW-Mitgliedsunternehmen | 975,- €* |
| Regulär | 1.330,- €* |
| Behörden | 350,- €* |
*zzgl. USt.
Gerne prüfen wir Ihre Anfrage zum Behördenpreis. Folgende Voraussetzungen zum Behördenpreis müssen erfüllt sein: Eine Behörde ist eine Einrichtung des Staates oder der öffentlichen Verwaltung, die Aufgaben im öffentlichen Interesse wahrnimmt.
Bitte beachten Sie:
Wenn die Hauptaufgabe der Firma/Gesellschaft einen wirtschaftlichen Erfolg verfolgt und Dienstleistungen auf dem Markt anbietet, ist dies keine Behörde und erfüllt somit nicht die Voraussetzungen zum Behördenpreis.
Zur Onlineteilnahme benötigen Sie folgende technische Ausstattung: