Der DVGW

Das Kompetenznetzwerk im Gas- und Wasserfach

Der DVGW fördert das Gas- und Wasserfach in allen technisch-wissenschaftlichen Belangen. In seiner Arbeit konzentriert sich der Verein insbesondere auf die Themen Sicherheit, Hygiene, Umwelt- und Verbraucherschutz. Mit der Entwicklung seiner technischen Regeln ermöglicht der DVGW die technische Selbstverwaltung der Gas- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Hierdurch gewährleistet er eine sichere Gas- und Wasserversorgung nach international höchsten Standards. Der im Jahr 1859 gegründete Verein hat rund 14.000 Mitglieder. Hierbei agiert der DVGW wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral

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Resilienz kritischer Infrastrukturen

Physische Sicherheit, Risikomanagement & Krisenprävention in der Versorgungswirtschaft

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Termin

27. Oktober 2026, online

Unsere kritischen Infrastrukturen stehen gefährlich nah am Kipppunkt. Wer jetzt nicht resilient ist, fällt aus.

Was gestern noch als unwahrscheinliches Szenario galt, ist heute reale Bedrohung – Angriffe, Sabotage, Ausfälle. Der Krieg in der Ukraine, die Eskalation im Nahen Osten, hybride Bedrohungen gegen kritische Infrastrukturen, zunehmende Cyberangriffe, Sabotagevorfälle sowie reale Strom- und Versorgungsausfälle verdeutlichen: Die Frage ist nicht mehr, ob sich Betreiber auf Krisen vorbereiten müssen, sondern wie sie ihre Organisationen dauerhaft handlungs- und versorgungsfähig halten. Und dieses Wie muss in solch volatilen Zeiten immer wieder neu evaluiert werden.

Vor diesem Hintergrund rückt die Veranstaltung die zentrale Frage in den Mittelpunkt: Wie können Betreiber kritischer Energie- und Wasserinfrastrukturen angesichts dynamischer Sicherheitslagen ihre Organisationen dauerhaft handlungs- und versorgungsfähig halten? Anhand aktueller Entwicklungen, konkreter Praxisbeispiele und Erfahrungsberichte aus Versorgungsunternehmen, Kommunen und Sicherheitsorganisationen werden Lösungsansätze vorgestellt, die Verantwortlichen Orientierung für ihre eigenen Entscheidungen geben.

Seien Sie dabei, wenn Expert:innen und Sicherheitsverantwortliche aus der Wasser- und Energiebranche gemeinsam diskutieren, wie wir unsere kritischen Infrastrukturen jetzt sichern und für den Ernstfall wappnen. Denn wer Versorgung sichern will, muss jetzt handeln.

Themen
  • Einordnen: Regulierung & Governance in konkrete Handlungslogik übersetzen
  • Vorbereiten: Kritische Infrastrukturen resilient aufstellen
  • Standhalten: Praxiserfahrung nutzen – Systeme stabil halten
Zielgruppe
  • Krisen- und Risikomanager:innen
  • Führungskräfte und Entscheider:innen Versorgungssicherheit und Infrastruktur
  • Ingenieur- und Technikbüros aus den Bereichen Erzeugung, Netzbetrieb und Energiedienstleistungen
  • IT-/OT-Sicherheitsverantwortliche
  • Führungskräfte und Entscheider:innen aus kommunalen Krisenstäben und Behörden 
Programm

Mit einem Klick auf den Tag wird Ihnen das detaillierte Programm angezeigt.
Das Programm als PDF zum Ausdrucken und Speichern finden Sie unten auf der Webseite unter "Programm drucken".

9:00 – 9:10 Uhr

Moderation

Dr. Julia Rinck

Programmmanagerin des Zukunftsprogramms Wasser in der Einheit Technologie und Innovationsmanagement, DVGW e.V.

09:10 – 09:30 Uhr

Kritische Infrastrukturen im Fokus: Was Iran-Konflikt, Ukraine-Konflikt und globale Machtverschiebungen für Betreiber bedeuten

  • Welche geopolitischen Entwicklungen verändern die Sicherheitslage für Betreiber kritischer Energie- und Wasserinfrastrukturen?
  • Was bedeuten Iran-Konflikt, Ukraine-Konflikt und globale Machtverschiebungen konkret für Versorgungssicherheit, Krisenvorbereitung und Resilienz?
  • Wie können Betreiber ihre Organisationen auf eine neue Lage zwischen hybriden Bedrohungen, Abhängigkeiten und zunehmender Unsicherheit ausrichten?

Stefan Erdweg

Geschäftsführer, 3-core GmbH

 

Einordnen: Regulierung & Governance in konkrete Handlungslogik übersetzen

09:30 – 10:00 Uhr

KRITIS-Dachgesetz, KRITIS-Verordnung, BSI-Gesetz: Rechtliche Anforderungen an die Resilienz kritischer Infrastrukturen

  • Welche rechtlichen Anforderungen an die digitale und physische Resilienz müssen KRITIS-Betreiber beachten
  • Wie spielen die rechtlichen Anforderungen zusammen?

Rechtsanwalt Dr. LL.M. Eur. Paul Vogel

Senior Associate, Noerr Part GmbH

10:00 – 10:30 Uhr

Krisenkommunikation und Entscheidungsfindung – Tools für den Ernstfall 

Matthias Burkard

Partner, BPRC GmbH & Co. KG

10:30 – 11:00 Uhr

Kaffeepause

Vorbereiten: Kritische Infrastrukturen krisenfest gestalten   

11:00 – 11:30 Uhr

Holding the Grid: Ukraine’s Energy Resilience Playbook (Vortrag in Englisch)

  • What Ukraine’s wartime experience shows about preparing critical infrastructure for long-term disruption.
  • How energy systems can remain operational when generation, grids, fuel supply or urban services are partially unavailable.
  • Practical resilience measures: reducing single points of failure, strengthening flexibility and decentralisation, protecting key assets, and improving crisis coordination and communication

Mykhailo Babiichuk

General Manager of Security and Resilience, Dixi Group

11:30 – 12:00 Uhr

Drohnenabwehr und kritische Infrastruktur – Ein Maßnahmenkatalog 

Dr. Christopher Nehring

Intelligence Director, cyberintelligence.institute GmbH

 

12:00 – 12:30 Uhr

Krisen- und Notfallmanagement in der kritischen Infrastruktur

  • Rechtlicher Rahmen KRITIS / Gaswirtschaft
  • Alarmierung und Aufbau Krisenstab

Jörg Ebert

Leiter Krisenmanagement / Leiter Unternehmenssicherheit und Resilienz, ONTRAS Gastransport GmbH

12:30 – 13:30 Uhr

Mittagspause

13:30 – 14:00 Uhr

Kritikalitätsanalyse: so identifiziert man Schwachstellen und die neuralgischen Stellen im Versorgungssystem 

Andreas Dahlem

Sachgebietsleitung Struktur- und Technologiekonzepte, TZW: DVGW - Technologiezentrum Wasser

14:00 – 14:30 Uhr

OT-Sicherheit unter Realbedingungen: Erfahrungen und Handlungsfelder aus der Praxis eines KRITIS-Betreibers

  • Wie lassen sich OT-Sicherheit, Informationssicherheit und betriebliche Anforderungen in Einklang bringen?
  • Welche Maßnahmen haben sich bei einem KRITIS-Betreiber in der Praxis bewährt?
  • Welche Handlungsfelder sollten Betreiber kritischer Infrastrukturen künftig priorisieren?

Stefan Bethke

RheinNetz GmbH

14:30 – 15:00 Uhr

Kaffeepause

Standhalten: Praxiserfahrungen nutzen – Systeme stabil halten   

15:00 – 15:30 Uhr

Erfahrungsbericht Cyberangriff – aus der Praxis eines Stadtwerks

  • Krisenbewältigung
  • Good Governance Practices
  • Lessons Learned

Sebastian Kirchmann

Geschäftsführer, Stadtwerke Schwerte Unternehmensgruppe

15:30 – 16:00 Uhr

Blackoutserie im Wasserwerk: Best Practices & Lessons Learned aus über 100 Stunden Stromnetzausfall der Wasserwerke Westfalen

  • Mehrfache und lange Stromnetzausfälle im Wasserwerk
  • Handhabung und Sicherung der Trinkwasserversorgung
  • Erfahrungen und Empfehlungen

Bernd Heinz

Sprecher der Geschäftsführung, Wasserwerke Westfalen GmbH, Schwerte

16:00 – 16:30 Uhr

Blackout-Resilienz für Gasdruckregelstationen: Praxisbericht Energienetze Bayern

  • Regulatorische Pflicht zur Blackout-Versorgungssicherheit an GDR+M-Anlagen: Was ist konkret gefordert?
  • Feldeinsatz ohne Diesel, Bewachung und Spezialpersonal – was hat sich im Realbetrieb bewährt?
  • Übertragbarkeit: Was können andere Netzbetreiber direkt ableiten?

Stefan Niedermaier

Key Account Manager, Instagrid GmbH

Stand: 22.09.2026

Tickets
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Zur Anmeldung
Sonderpreis für DVGW-Mitgliedsunternehmen975,- €*
Regulärer Preis1.330,- €*
Behördenpreis350,- €*

*zzgl. USt.

Gerne prüfen wir Ihre Anfrage zum Behördenpreis. Folgende Voraussetzungen zum Behördenpreis müssen erfüllt sein: Eine Behörde ist eine Einrichtung des Staates oder der öffentlichen Verwaltung, die Aufgaben im öffentlichen Interesse wahrnimmt. 

Bitte beachten Sie:
Wenn die Hauptaufgabe der Firma/Gesellschaft einen wirtschaftlichen Erfolg verfolgt und Dienstleistungen auf dem Markt anbietet, ist dies keine Behörde und erfüllt somit nicht die Voraussetzungen zum Behördenpreis.

 

Ihre Vorteile einer Online-Teilnahme
  • Hochwertiger Livestream aller Vorträge über eine professionelle Online‑Plattform
  • Direkter Austausch – Ihre Fragen werden live beantwortet
  • Zuverlässiger Live‑Support während des gesamten Events
  • Alle Vortragsunterlagen on‑Demand im Anschluss verfügbar

 

Technische Voraussetzungen

Zur Onlineteilnahme benötigen Sie folgende technische Ausstattung:

  • Internetzugang mit ausreichender Bandbreite (> 6 Mbit/s)
  • Laptop, Desktop-PC, Tablet etc. mit Lautsprechern/Kopfhörern
  • Aktueller Google Chrome, Edge oder Safari-Browser
  • Keine Installation auf Ihrem Rechner erforderlich
Ihr Ansprechpartner Organisation
Kerstin Geißler
Projektmanagerin Organisation
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