Veranstaltungsreihe: Aktuelle Entwicklungen im Wasserrecht

Ihr Wissensvorsprung für eine sichere und zukunftsfähige Praxis

© stockadobe.com / charlie / Abeda Khatun; Collage: Denise Leber

Termine 2026

29. April, online: Düngeverordnung, NVZ & Nitrat (hat bereits stattgefunden)

06. Mai, online: PFAS - Qualitätsanforderungen für Gewässer

16. September, online: TrinkwV / TrinkwEGV

23. September, online: Novelle des Wasserhaushaltsgesetzes - Rahmenbedingungen für eine Wasserwiederverwendung

Die Veranstaltungsreihe „Aktuelle Entwicklungen im Wasserrecht“ bietet Ihnen einen kompakten und praxisnahen Überblick über alle relevanten gesetzlichen Verpflichtungen. Wir zeigen, welche Regelungen heute gelten, welche Neuerungen kommen werden und wie Sie sich frühzeitig und wirksam darauf vorbereiten können.
Sie erhalten klare Handlungsempfehlungen und eine rechtssichere Orientierung in einer dynamischen Rechtslage.

Im Fokus stehen die relevanten Rechtsrahmen, Monitoring- und Governance-Anforderungen, Kosten- und Haftungsfragen sowie deren konkrete Auswirkungen auf Ihre Organisation. 

Darüber hinaus profitieren Sie vom fachlichen Austausch mit Expert:innen und Kolleg:innen aus der Praxis. Über die integrierte Chat Funktion können Sie sich aktiv einbringen. Ergänzt wird dies durch das ganzheitliche Weiterbildungsangebot des DVGW für Mitglieder und Interessierte, die ihre Prozesse und Planungen rechtlich fundiert und zukunftsorientiert ausrichten möchten. 

Format der Reihe

Vier Online-Einzelveranstaltungen von April bis September 2026
Aufzeichnungen aller gebuchten Veranstaltungen – jederzeit abrufbar
Ein kompaktes 4-Stunden Format am Vormittag
Flexible Buchungsoptionen: Sie können entweder alle vier Veranstaltungen im Gesamtpaket buchen, alternativ die ersten beiden Termine oder die letzten beiden Termine.

Zielgruppe
  • Kommunale Entscheidungsträger:innen
  • Stadtwerke & Wasserversorger, Abwasserbetriebe & Zweckverbände
  • Umwelt, Bau und Wasserbehörden
  • Planer:innen, Ingenieur und Fachbüros
  • Fachjurist:innen im Umwelt/Wasserrecht 
PFAS – Regulierung, Monitoring, Aufbereitung
06. Mai 2026, online

Regulatorik & Rechtslage 

  • PFAS sind hoch persistent und mobil („Ewigkeitschemikalien“) mit breiter Umweltverbreitung.
  • In der EU ist ein umfangreiches Restriktionspaket / eine weitgehende Gruppenbeschränkung mit Ausnahmen (Essential Use) in Vorbereitung und teilweise bereits anwendungsbezogen umgesetzt (z. B. Feuerlöschschäume). Nicht als „Totalverbot“ beschlossen.
  • Trinkwasser: Für Summe PFAS20 gilt ein Richt-/Grenzwert von 0,1 µg/l (100 ng/l) gemäß EU Trinkwasserrichtlinie; national in der TrinkwV verankert. 

Gesundheit & Vorsorge 

  • Studien zeigen für mehrere gut untersuchte PFAS (v. a. PFOA, PFOS, PFNA, PFHxS) Zusammenhänge mit Effekten auf Leber, Niere, Schilddrüse, Immunsystem sowie potenziell Krebsrisiken. Grenzwerte sind vorsorgend sehr streng; Unsicherheiten bei Mischungen bestehen fort.
  • Besondere Relevanz für Kinder & Schwangere

Auswirkungen für Kommunen & Versorger 

  • Erweitertes Monitoring und angepasste Analytik
  • Zusätzliche Aufbereitungsstufen (z. B. GAK, Ionenaustausch, Membranen) mit Investitions- und Betriebskosten
  • Umgang mit Altlasten, urbanen Quellen, Klärschlamm & WWTP Knotenpunkten 

9:00 – 9:20 Uhr

Begrüßung und Einführung

Dr. Hanna Joerss

9:20 – 9:40 Uhr

Regelungen und Aufbereitung von PFAS im Trinkwasser

Daniel Mahringer
Umweltingenieur,
UBA

9:40 – 10:00 Uhr

Von Vorläuferchemikalien zu PFAS: Transformationspfade und ihre Bedeutung für Umwelt & Sanierung

Dr. Daniel Zahn
Stellvertretender Departmentleiter Environmental Analytical Chemistry,
UFZ

10:00 – 10:20 Uhr

Eintragswege, Verbreitungsdynamik und Folgen für zukünftige Sanierungsstrategien

Ursula Karges
Geschäftsfeldleiterin Ressourcenschutz, 
IWW

10:20 – 10:45 Uhr

Diskussionsrunde

 

10:45 – 11:15 Uhr

Pause

 

11:15 – 11:35 Uhr

Von der Materialentscheidung zur nachhaltigen und sicheren Lösungsfindung: Stand der Technik, Herausforderungen und Chancen von hybriden Schichten als PFAS-Alternativen

Dr. Ferdinand Somorowsky
Leiter der Chemischen Beschichtungstechnologie,
Fraunhofer Institut für Silicatforschung ISC

11:35 – 11:55 Uhr

Industrie im Risiko - Wo sich die Beschränkung ändern muss

Jörg Mayer
Geschäftsführer,
SPECTARIS. Deutscher Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik e.V.

11:55 – 12:15 Uhr

Altlasten, Hotspots & Sanierung

Dr. Michael Reinhard
Head of Business Development Site Evaluation und Restoration, PFAS,
Arcadis Germany GmbH

12:15 – 12:45 Uhr

Diskussionsrunde

TrinkwV & TrinkwEGV – Risikomanagement als Betriebssystem
16. September 2026, online

Die neue Trinkwasserlogik 

  • Von starren Grenzwerten hin zu verpflichtendem Risikomanagement entlang der gesamten Wasserkette (Einzugsgebiet → Gewinnung → Aufbereitung/Verteilung → Hausinstallation).
  • Risikobasierte Untersuchungsprogramme ersetzen schrittweise starre Beprobungspläne.
  • Betreiber, Dokumentations- und Informationspflichten werden ausgebaut. 

Praxisfokus 

  • Gefährdungsanalysen im Einzugsgebiet (TrinkwEGV) – Methoden, Daten, typische Fehler
  • Risikobasierte Überwachung – „Wie viel Untersuchung ist genug?“
  • Kommunikation & Transparenz – Verbraucherinformation, Abweichungsmanagement 

9:00 – 9:20 Uhr

Begrüßung und Einführung

Dr. Birgit Müller
 

9:20 – 9:40 Uhr

Die neue Trinkwasserverordnung 2023 – Struktur, Inhalte und Auswirkungen für Betreiber

Referent:in in Absprache

9:40 – 10:00 Uhr

Risikomanagement nach TrinkwV – Anforderungen und Umsetzung in der Praxis

Referent:in in Absprache

10:00 – 10:20 Uhr

Neue chemische und mikrobiologische Parameter in der TrinkwV – PFAS, Bisphenol A & Co.

Dr. Jochen Kuckelkorn
 

10:20 – 10:45 Uhr

Diskussionsrunde

 

10:45 – 11:15 Uhr

Pause

 

11:15 – 11:35 Uhr

Risikobewertung im Einzugsgebiet – Anforderungen der TrinkwEGV und Umsetzungshilfen

Referent:in in Absprache

11:35 – 11:55 Uhr

TrinkwEGV in der Praxis – Umsetzung nach DVGW-Merkblatt W 1004

Referent:in in Absprache

11:55 – 12:15 Uhr

Gefährdungsanalyse und Untersuchungsprogramme nach TrinkwEGV – Anforderungen und Tools

Sebastian Sturm
 

12:15 – 12:45 Uhr

Diskussionsrunde

WHGNovelle – Wasserwiederverwendung
23. September 2026, online

Rechtsrahmen & Umsetzung 

  • Nationale Umsetzung der EUVO 2020/741 zur Wasserwiederverwendung (zunächst v. a. landwirtschaftliche Bewässerung).
  • Neue Genehmigungs, Überwachungs und Berichtspflichten, Risikomanagementpläne, Mindestanforderungen an Wasserqualität.
  • Abgrenzung zur klassischen Abwasserbeseitigung: keine Refinanzierung über Abwassergebühren

Herausforderungen & Chancen 

  • Hoher technischer, finanzieller und administrativer Aufwand, besonders für kleinere Kommunen
  • Länderkompetenzen können zu heterogener Anwendung führen
  • Trinkwasserschutz & Versorgungssicherheit im Blick behalten
  • Potenziale für Klimaanpassung, Ressourcensicherung, Standortpolitik 

9:00 – 9:20 Uhr

Begrüßung und Einführung

9:20 – 9:40 Uhr

Überblick über die WHG-Novelle

Referent:in in Absprache

9:40 – 10:00 Uhr

Genehmigungen, Überwachung, Risikomanagement – was kommt operativ auf Stadtwerke zu?

Referent:in in Absprache

10:00 – 10:20 Uhr

Finanzierungsmöglichkeiten

Prof. Dr. Martin Spieler
Professor,
AVR Rechtsanwälte

10:20 – 10:45 Uhr

Diskussionsrunde

 

10:45 – 11:15 Uhr

Pause

 

11:15 – 11:35 Uhr

Berichtspflichten und Sanktionen

Dr. Franziska Gromadecki
Geschäftsführung,
Abwasserverband

11:35 – 11:55 Uhr

Auswirkungen auf kommunale Betreiber

Prof. Dr. Ing. Jörg E. Drewes
Professor,
Technische Universität München

11:55 – 12:15 Uhr

Was bringt Wasserwiederverwendung Kommunen wirklich - Chancen jenseits der Pflichten

Ulf Miehe
Gruppenleiter Wasseraufbereitung & -wiederverwendung,
Kompetenzzentrum Wasser

12:15 – 12:45 Uhr

Diskussionsrunde

Düngeverordnung, NVZ & Nitrat
29. April 2026, online (hat bereits stattgefunden)

Die Düngeverordnung (DüV) ist das zentrale nationale Instrument zur Umsetzung der EU Nitratrichtlinie. Sie regelt u. a. Aufbringungszeiträume, Höchstmengen, Dokumentation und Gewässerschutz
Gleichzeitig zeigt die Praxis: Die DüV allein ist vielfach unzureichend, weil trotz verschärfter Regelungen in vielen Regionen Nitrat Hotspots und Überschreitungen bestehen bleiben. Daher braucht es zusätzliche Aktionsprogramme in belasteten bzw. gefährdeten Gebieten (Nitrate Vulnerable Zones, NVZ), wie es die Richtlinie ausdrücklich vorsieht. 

Kernfragen 

  • 50 mg/l Nitrat als zentrale Schwelle entsprechend der Nitratrichtlinie und des Trinkwasserrechts: Wo stehen wir, wo bestehen Risiken?
  • NVZ Abgrenzung und „rote Gebiete“: Rote Gebiete (nitratbelastete und eutrophierte Gebiete nach DüV) sind nationale Spezifizierungen der EU Nitratrichtlinie mit verschärften Auflagen für Düngung und Bewirtschaftung.
  • Monitoring, Meldepflichten & Dokumentation: Was verlangt EU/Bundesrecht konkret, welche Datenqualität ist nötig? 

Praxisfolgen (Kommunen & Versorger) 

  • Trinkwasserschutz & Schutzgebietsmanagement
  • Kosten, Aufbereitung, ggf. Brunnenstilllegung und Folgen für Wasserpreise
  • Kooperation mit Landwirtschaft als Schlüssel zur Prävention 

9:00 – 9:20 Uhr

Begrüßung und Einführung

Ursula Karges
Geschäftsfeldleiterin Ressourcenschutz,
IWW

9:20 – 9:40 Uhr

Aktueller Rechtsrahmen: EU‑Nitratrichtlinie & Düngeverordnung und Nitrat‑Aktionsprogramm

Caroline Douhaire
Rechtsanwältin,
Kanzlei Geulen Klinger

9:40 – 10:00 Uhr

Nitrat im Grundwasser – Aktuelle Messdaten & Risikoregionen

Dr. Nils Cremer
Stellvertretender Abteilungsleiter,
Erftverband

10:00 – 10:20 Uhr

Was muss im Düngerecht geschehen, damit das Nitratproblem gelöst wird?

Prof. Dr. Friedhelm Taube
Professor,
Universität Kiel

10:20 – 10:45 Uhr

Diskussionsrunde

 

10:45 – 11:15 Uhr

Pause

 

11:15 – 11:35 Uhr

Rote Gebiete & Wasserschutzgebiete – Konsequenzen für Städte & Gemeinden

Reno Furmanek
Geschäftsbereichsleiter,
Landwirtschaftskammer Niedersachsen

11:35 – 11:55 Uhr

Nitratbelastung & Grundwasserschutz: Evidenzbasierte Gebietsausweisung mit geostatistischen Methoden

Prof. Dr. Alexander Brenning
Professor für Geoinformatik,
Friedrich Schiller Universität Jena 

11:55 – 12:15 Uhr

Kooperation statt Konfrontation: Wasserversorger & Landwirtschaft

Johanna Krähling
Agrarwissenschaftlerin,
IfÖL GmbH - Ingenieurbüro für Ökologie und Landwirtschaft

12:15 – 12:45 Uhr

Diskussionsrunde

Tickets
  • Flexibel buchbar – als Kombination der ersten zwei, der letzten zwei oder als komplette Viererreihe
  • Online Teilnahme inkl. LiveZugang, Präsentationsunterlagen, OnDemand-Aufzeichnung
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Preise

Sonderpreis für DVGW-Mitgliedsunternehmen | 2 Termine 975,- €*
Sonderpreis für DVGW-Mitgliedsunternehmen | 4 Termine1.485,- €*
Regulärer Preis | 2 Termine1.330,- €*
Regulärer Preis | 4 Termine1.995,- €*

* zzgl. USt.

 

Ihre Vorteile einer Online-Teilnahme
  • Alle Vorträge als Livestream auf professioneller Onlineplattform
  • Fragen werden live beantwortet
  • Ausführlicher Teilnahme-Guide und Technikcheck im Vorfeld des Online-Events
  • Onlinesupport während des gesamten Events
  • Vortragsunterlagen des Online-Events im Nachgang
Technische Voraussetzungen

Zur Onlineteilnahme benötigen Sie folgende technische Ausstattung:

  • Internetzugang mit ausreichender Bandbreite (> 6 Mbit/s)
  • Laptop, Desktop-PC, Tablet etc. mit Lautsprechern/Kopfhörern
  • Aktueller Google Chrome, Edge oder Safari-Browser
  • Keine Installation auf Ihrem Rechner erforderlich
Ihr Ansprechpartner Organisation
Kerstin Geißler
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