Der DVGW

Das Kompetenznetzwerk im Gas- und Wasserfach

Der DVGW fördert das Gas- und Wasserfach in allen technisch-wissenschaftlichen Belangen. In seiner Arbeit konzentriert sich der Verein insbesondere auf die Themen Sicherheit, Hygiene, Umwelt- und Verbraucherschutz. Mit der Entwicklung seiner technischen Regeln ermöglicht der DVGW die technische Selbstverwaltung der Gas- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Hierdurch gewährleistet er eine sichere Gas- und Wasserversorgung nach international höchsten Standards. Der im Jahr 1859 gegründete Verein hat rund 14.000 Mitglieder. Hierbei agiert der DVGW wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral

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Risiko- und Krisenmanagement in der Wasserversorgung

Sicher durch jede Lage: Strategien für Resilienz und Versorgungssicherheit

Resilienz; © AdobeStock_948229930

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Termin

19. Mai 2026, online

Die Wasserwirtschaft steht vor einer zunehmenden Vielfalt an Risiken – von Extremwetterereignissen und Cyberangriffen bis hin zu wachsenden regulatorischen Anforderungen. Die Veranstaltung zeigt, wie Wasserversorger Prozesse, Strukturen und technische Systeme so weiterentwickeln können, dass sie Störungen frühzeitig erkennen und in kritischen Situationen sicher handlungsfähig bleiben.

Ein zentrales Thema ist das professionelle Krisenmanagement: Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Einblicke in die Arbeit von Krisenstäben, in die strukturierte Lagebeurteilung und in funktionierende Kommunikationswege im Ernstfall. Zudem wird vermittelt, wie Versorgungsunternehmen mit vernetzten Krisen und Kaskadenwirkungen umgehen und ihre Notfallorganisation wirksam aufstellen.

Aktuelle gesetzliche Anforderungen bilden einen weiteren Schwerpunkt. Behandelt werden die bestehenden Vorgaben aus KRITIS, IT‑SiG, NIS‑2 und TrinkwV sowie deren Einordnung im Kontext des kommenden KRITIS‑Dachgesetzes. Die Teilnehmenden erfahren, wie sich diese Regelwerke verzahnen und welche Schritte für eine rechtssichere Umsetzung erforderlich sind.

Ergänzend zeigt die Veranstaltung digitale und technische Lösungen, die das Risiko‑ und Krisenmanagement unterstützen – von modernen Lagebild‑Tools über Cyberresilienz‑Ansätze bis hin zu innovativen Betriebskonzepten für eine robuste und zukunftssichere Wasserinfrastruktur.
 

Themen
  • Block I: Resilienzstrategien in der Wasserwirtschaft – strategische Anforderungen, Kaskadenwirkungen, betriebliche Widerstandsfähigkeit
  • Block II: Risikoanalyse & rechtliche Grundlagen – KRITIS, NIS‑2, IT-SIG, TrinkwV; praktische Governance & Risikobewertung
  • Block III: Krisenmanagement & Kommunikation – DIN EN 15975‑1, Krisenstabsarbeit, Kommunikationsprozesse
  • Block IV: Digitalisierung & Cybersicherheit in der Wasserwirtschaft – digitale Tools, B3S WA, NIS‑2‑Umsetzung, OT‑Sicherheit, Angriffserkennung
Zielgruppe
  • Fach- und Führungskräfte aus Wasserversorgungsunternehmen
    (z. B. Betriebsleiter, Bereichsleiter Trinkwasser, Technische Leiter)
  • Krisen- und Risikomanager in der Wasserwirtschaft
    (Stabsstellen für Notfallmanagement, Sicherheitsbeauftragte)
  • Leiter*innen Netzbetrieb und Instandhaltung
    (Verantwortliche für Versorgungssicherheit und Infrastruktur)
  • IT-/OT-Sicherheitsverantwortliche in Wasserunternehmen
    (Cybersecurity für kritische Systeme)
  • Stadtwerke mit Wassersparte
    (insbesondere Multi-Sparten-Stadtwerke, aber Fokus auf Wasser)
  • Kommunale Krisenstäbe und Behörden mit Wasserversorgungsbezug
    (z. B. Gesundheitsämter, Katastrophenschutz)
  • Technische Dienstleister im Bereich Wasserinfrastruktur
Programm

Mit einem Klick auf den Tag wird Ihnen das detaillierte Programm angezeigt.
Das Programm als PDF zum Ausdrucken und Speichern finden Sie unten auf der Webseite unter "Programm drucken".

09:00 – 09:05

Begrüßung & Anmoderation

Lisa Junghans

Projektleiterin für Klima, Wasser & SmartCity, KWB Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH 

09:05 – 09:15

Keynote: Warum Resilienz jetzt Chefsache ist – aktuelle Bedrohungslage für die Wasserwirtschaft

Dr. Wolf Merkel

Vorstand Wasser, DVGW e.V.

Block I: Resilienzstrategien und Krisenvorsorge in der Wasserwirtschaft

09:15 – 09:50

Resilienz als strategischer Faktor – Anforderungen aus Sicht der Wasserwirtschaft

Dr. Birgit Müller

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Technologiezentrum Wasser

09:50 – 10:40

Kaskadenwirkungen verstehen: Die unterschätzte Gefahr vernetzter Krisen

  • Mögliche Szenarien und Folgen eines Zusammenbruchs der Versorgung und der Lieferketten
  • Gesellschaftliche Auswirkungen und notwendige Vorsorgemaßnahmen

Herbert Saurugg

Präsident GfKV; internationaler Blackout- und Krisenvorsorgeexperte, Gesellschaft für Krisenvorsorge

10:40 – 11:00

Kaffeepause

Block II: Risikoanalyse & rechtliche Grundlagen

11:00 – 11:45

Risikomanagement im Wasserversorgungsunternehmen – Welche Grundlagen benötigen die Aufgabenträger zur Umsetzung der Anforderungen

  • Wie lassen sich auf Unternehmensebene belastbare Risikoanalyse durchführen?
  • Wie können aus der Risikoanalyse geeignete Maßnahmen zur Erhöhung der Resilienz ableiten?

Dr. Felix Heumer

Technischer Geschäftsführer, Süd‑Oberlausitzer Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsgesellschaft mbH (SOWAG) 

11:45 – 12:30

Von KRITIS bis hin zu IT‑SiG und TrinkwV: Rechtssichere Governance für Risiko- & Krisenmanagement in Wasserversorgungsunternehmen

Dr. Paul Vogel

Rechtsanwalt, Noerr Part GmbH

12:30 – 13:30

Mittagspause

Block III: Krisenmanagement & Kommunikation

13:30 – 14:15

DIN EN 15 975-1: Das Krisenmanagement der Wasserversorger  

Daniel Gronwald

Referent Management Systeme, Energienetze Mittelrhein GmbH & Co. KG

14:15 – 15:00

Krisenkommunikation & Krisenstabsarbeit in der Praxis 

Prof. Dr. Reinhold Merbs

Fachbereichsleitung Gesundheit und Bevölkerungsschutz, Gesundheitsamt Wetteraukreis

15:00 – 15:15

Kaffeepause

Block IV: Digitalisierung, Cybersicherheit & Innovationen in der Wasserwirtschaft

15:15 – 15:45

Digitale Tools für Risiko- und Krisenmanagement

  • Wie kann man das Lageverständnis Standortübergreifend verbessern?
  • Wie kann man die Cyber-Awareness (OT-Sicherheit) für die Wasserversorgung verbessern?
  • Neue Ansätze aus der Forschung.

Dr. Jürgen Mossgraber

Abteilungsleiter "Informationsmanagement und Leittechnik", Fraunhofer IOSB

 

 

15:45 – 16:15

NIS-2 Umsetzungsgesetz und B3S WA              

Referent:in in Absprache                                                                                                            

16:15

Abmoderation und Ende des Konferenztages

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Preise

DVGW-Mitgliedsunternehmen975,- €*
Regulär1.330,- €*
Behörden350,- €*

*zzgl. USt.

Gerne prüfen wir Ihre Anfrage zum Behördenpreis. Folgende Voraussetzungen zum Behördenpreis müssen erfüllt sein: Eine Behörde ist eine Einrichtung des Staates oder der öffentlichen Verwaltung, die Aufgaben im öffentlichen Interesse wahrnimmt. 

Bitte beachten Sie:
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  • Direkter Austausch – Ihre Fragen werden live beantwortet
  • Zuverlässiger Live‑Support während des gesamten Events
  • Alle Vortragsunterlagen on‑Demand im Anschluss verfügbar
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  • Internetzugang mit ausreichender Bandbreite (> 6 Mbit/s)
  • Laptop, Desktop-PC, Tablet etc. mit Lautsprechern/Kopfhörern
  • Aktueller Google Chrome, Edge oder Safari-Browser
  • Keine Installation auf Ihrem Rechner erforderlich
  • Bei Workshops: Webcam und Mikrofon notwendig
Ihre Ansprechpartnerin Organisation
Lisa Beermann
Projektmanagerin Organisation
Telefon+49 (0) 228 9188-342

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